SAILPOINT bietet Yachtcharter, Flottillensegeln, Mitsegeln, Flüge, HotelsSAILPOINT offers Yachtcharter, Sailing by Flottilles, Flights, Hotels 
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  AGB  |  Links  |  Kunden Login  |  SAILpoint News
SAILPOINT: Yachtcharter, Flottillensegeln, Mitsegeln, Flüge, Hotels
Yachtcharter   •   Flottillensegeln   •   Mitsegeln

Segelwetter - Winde im Mittelmeer

Mistral - Westliches Mittelmeer

Der Mistral ist ein Wind der seinen Ursprung im Rhônetal hat und im Golf von Lion (Löwengolf) mitunter in starken Böen Orkanstärken erreichen kann. Er weht im Südwesten Frankreichs bis Korsika und Sardinien, sowie im Frühjahr und Herbst auch bis nach Menorca und Mallorca.  
Dieser trockene, kühle Wind kann über mehrere Tage wehen, im Frühjahr und Herbst am stärksten. Allerdings kommt er auch immer wieder einmal im Sommer vor. Warnung: Strahlend weiße, linsenförmige Wolken auf blauem Himmel sind meist Vorboten eines starken Mistral. Selbst vor Korsika und Sardinien kommt der Mistral noch mit 5-6 Bft. an und kann in der Straße von Bonifacio durch die Meerenge nochmals auf 7-8 Bft. zulegen.

Schirokko - Südwind aus Nordafrika

Schirokko (Scirocco), in der Adria auch "Jugo" genannt, in der Türkei "Lodos", in Spanien "Leveche", im Gold de Lion "Marin", wird dieser Wüstenwind genannt. Dieser Wind transportiert heiße und trockene mit Staub versetzte Luft aus der Sahara nach Norden in Richtung Mittelmeer. Dann spricht man von einem "trockenen Schirokko". Grundlage für die Entstehung ist ein Temperaturunterschied zwischen kühlen Tiefs im Süden Europas und der heißen Saharaluft. Je größer die Differenz, desto kräftiger ist der Schirokko. Allerdings werden eher selten Stärken über 6 Bft. erreicht. Auf den größeren Wegen über das Mittelmeer kommt es meistens zur Aufnahme von Feuchtigkeit, die sich in Südeuropa abregnet. Dann kann es viel Regen, meist Starkwind, Blitz und Donner geben. Diesen Zustand bezeichnet man als "feuchten Schirokko". Am häufigsten weht der Schirokko aus Süd bis Südost im Frühjahr und Herbst.
Anzeichen: Das Barometer fällt langsam, die Luft wird diesig und warm, meistens steigt die Luftfeuchtigkeit an. Der Schirokko beginnt langsam und hat nach 36 - 48 Stunden seine volle Stärke erreicht. Eine Schirokko Phase kann einen Tag oder drei Tage dauern.

Bora - Adria

Die Bora ist ein trockener und kalter Fallwind zwischen dem Golf von Triest und der Küste von Montenegro. Der Wind ist kalt, weil die Luft polaren Ursprungs ist. Die Bora weht vorwiegend im Winter, wo es wochenlang ununterbrochen stürmen kann. Die Bora ist einer der stärksten Winde, die es auf der Welt gibt. Im Mittel erreicht sie Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke von ca. 64 Knoten. Die stärksten Böen liegen noch höher. Die Bora kann mit großer Heftigkeit und Starkböen ohne große Vorankündigung aus NO bis O die Karsttäler herunter stürzen. Dies kann zu jeder Jahreszeit vorkommen, jedoch häufiger im Winter wo die Bora oft Sturmstärke erreicht. Es ist keine Seltenheit, das die Bora auch im Mai/Juni weht, sogar im Sommer, dann jedoch meist kürzer und schwächer.  

Man unterscheidet zwei Arten von Bora: Die "Schwarze Bora" dunkler Himmel mit Regen ausgelöst durch ein Tief über Oberitalien. Die "Weiße Bora" mit überwiegend blauen Himmel ausgelöst durch ein Hoch über der Ukraine.

Yachten in den Buchten an der Ostküste Kroatiens sollten wissen, dass sie so schnell wie möglich an die dem Wind abgewandte Westseite der Inseln flüchten müssen. Je weiter vom Festland entfernt desto besser! Die Bora kündigt sich in Küstennähe durch eine Wolkenwalze auf den Bergkuppen an. Auf ein Einsetzen der Bora kann man aber erst dann sicher schließen, wenn sich aus dieser Wolkenwalze kleine Wolken lösen.
Auf See kommen von Osten Schaumkronen (ohne große Höhe der Wellen) auf und lassen auf eine Bora schließen. Wenn diese Schaumkronen in einiger Entfernung zu sehen sind sollte man schon stark gerefft fahren oder in einer sicheren Bucht oder Marina die Bora abwettern. Über UKW Kanal und dem kroatische Rundfunk gibt es Bora Warnungen wenn eine starke Bora erwartet wird.

Maestral und Burin - Adria

Der Maestrale wird in der Adria gerne als "Schönwetterwind" bezeichnet. Es ist ein thermischer Wind, der sogenannte Seewind, der nur tagsüber weht, an der kroatischen Küste meist aus Nordwest, manchmal auch aus Westnordwest. Am Nachmittag am stärksten, jedoch selten über 4-5 Bft. An der italienischen Ostküste aus Ost bis Südost mit mit einer stärksten Ausprägung von 6-7 Bft in Otranto.

Das Gegenstück zum Maestral ist der Burin der bei Nacht weht. Über dem Festland kühlt die Luft schneller ab als über der See, so daß nachts der Wind vom Festland zur See weht. An der kroatischen Adriaküste weht er aus Nordnordost bis Ostnordost, je südlicher desto stärker doch meistens schwächer als der Maestral.

Meltemi - Ägäiswind Türkei und Griechenland

Der Meltemi wird auch Etesien genannt. Das ist der nördliche Sommerwind in der Ägäis von Mai bis Oktober, der Kühlung bringt und damit die sommerliche Hitze etwas erträglicher werden lässt. Er bläst hauptsächlich im Sommer, weil der Meltemi ein Teil des Nordostpassats ist. Anfangs des Sommerhalbjahres gibt es Druckunterschiede zwischen dem Azorenhoch und dem Monsuntief über dem Südwesten Asiens. Dadurch stellt sich über der Ägäis diese Nordströmung ein. Durchschnittlich weht der Meltemi mit Windstärke 4 bis 5, an manchen Tagen im Juli und August auch noch stärker. Wenn er nachts durchsteht, steigert er sich am nächsten Tag nochmals gerne auf Windstärke 6-8. Längere Starkwindtage sind dann möglich. In letzter Zeit allerdings kommen auch immer häufiger Flautentage hinzu. Der Meltemi wird in der nördlichen Ägäis aus Nordost, in der zentralen und südlichen Ägäis aus Nord und zwischen den griechischen Inseln des Dodekanes und der türkischen Küste aus Nordwest bis West. Südlich Rhodos auch gerne aus Südwest. Bei starken Meltemi bietet die türkische Küste besseren Schutz als die griechische Inseln. Für erfahrene Segler die in Griechenland und der Türkei segeln ist der Meltemi (türk.Meltem) das Salz in der Suppe.

Anzeichen für Meltmi (24-36 Stunden vorher)
Für den Norden der Ägäis wird steigender Luftdruck erwartet. Lockere Felder hoher Schäfchenwolken ziehen aus Südwest bis West über den Himmel. Keine Morgentau mehr auf dem Deck. Die diesige Sicht wechselt in eine klare Sicht über bei steigenden Luftdruck (3-4 hPa bitten 12 Stunden).

[ • Startseite ]   [ ⇐ Zurück ]   [ ⇑ Nach oben ]  


Mitsegeln- und Yachtcharter-Schlagworte sind Segelwetter Türkei, Griechenland, Adria, Wind und Wetter, Ägäiswind, Mittelmeer, Lodos, Meltemi, Maestral, Schirokko, Bora, Mistral, Burin, Scirocco, Kroatien, kroatische Küste., Startseite, Mittelmeerwinde.

Letzte Änderung: Freitag, 20.04.2018   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart